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Technik der Gasometer und des Gaswerks

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Die Aufgabe und Funktion der Gaswerke

Die heutigen vier erhaltenen Gasometer gehörten zum ehemaligen Gaswerk Simmering, welches bei der Errichtung 1896 für die Gasversorgung der inneren Wiener Gemeindebezirke sowie den 20. Bezirk diente. Die Gasversorgung der anderen Teile der Stadt Wien erfolgte damals mit sechs weiteren betriebenen Gaswerken der Imperial Continental Gas Association sowie der Österreichischen Gasebeleuchtungs-Aktiengesellschaft. Erst 1911 ging die volle Versorgung in die stadteigene Gaswerke in Simmering und Leopoldau über. Primäre Aufgabe der Gaswerke war im 19. Jahrhundert die Erzeugung von Stadtgas aus Steinkohle für die Straßenbeleuchtung. Von daher kommen auch die Synonyme Steinkohlengas oder Leuchtgas. Damals kannte man noch nicht das heute weit verbreitete Erdgas, weshalb das Gas der damaligen Zeit aus Steinkohle durch die Trockendestillation in einem aufwendigen Verfahren gewonnen wurde. Erst um 1945 begann man in Wien auch das Erdgas beigemischt zum Stadtgas zu nutzen und 1978 komplett auf reines Erdgas umzustellen. Dieses Gas "sprudelt" bei Erdölbohrungen aus dem Erdinneren, wird durch Bohrstellen gefasst und mittels Gaspipelines durch ganze Kontinente zu den Verbrauchern geliefert. Eine energiereiche Herstellung wie beim Stadtgas ist nicht mehr notwendig. Mit der Verbreitung der Elektrizität Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen auch die Gaslaternen in Wien ab und das Gas wurde nur mehr als Wärmequelle für das Heizen und Kochen verwendet. Andere Städte wie beispielsweise Berlin behielten die Gasbeleuchtung zum Teil bis in die heutige Zeit, da es ein besonders angenehm gefärbtes Licht ausstrahlt.

Der Gasometer - Gasbehälter und Gasspeicher für die Gasversorgung.

Damit das Gas jederzeit verfügbar ist, hat man es in Gasbehältern - den Gasometern - gespeichert. Als das Stadtgas noch im Gaswerk produziert wurde schaffte man so einen Vorrat, um unterschiedliche Verbrauchsmengen von den Produktionszeiten auszugleichen. Beim Erdgas versucht man mittels Gasometern Lieferengpässe und auch wirtschaftliche Konflikte auszugleichen, da bis in die 1980er Jahre der Kalten Krieg die primären Gaslieferungen aus der Sowjetunion beeinflusste.

Führungen & Besichtigung Konzerte & Kino Musik, Bildung & Shopping Wohnen & Studieren

Willkommen in den Gasometern!

1899 wurden die vier Gasometer mit dem Gaswerk Simmering als größtes Gaswerk Europas eröffnet. Die Gasbehälter wurden 2001 mit Wohnungen, einem Studentenheim, Kino, Einkaufszentrum und einer Veranstaltungshalle revitalisiert.

Entdecken Sie die Gasometer bei einer Führung

Wir bieten Einblicke in die Architektur, Geschichte und Technik der Gasometer für Reisegruppen, Schulklassen (Wienwoche) und auch Fachpublikum (Studenten, Architekten, Stadtplanung)..

Gasometer City Einkaufszentrum

Die Shoppingmall verbindet alle vier Gasometer. Neben der Nahversorgung der Bewohner liegt der Schwerpunkt der Shops auf Musik mit der Klangfarbe und dem Babywalz für Kinder und Babies. Lokale, Cafés und Bars sorgen für das leibliche Wohl.

Musik & Bildung

Der Gasometer B bildet das neue Musikalische Zentrum mit Konservatorium, Pop-Akademie und Spezialisierungen für Musiker

Wohnen in den Gasometern

Die vier Gasometer zusammen werden von rund 1.200 Menschen in 800 Wohnungen bevölkert. Jeder Gasometer hat seine eigene Wohnatmosphäre durch das Design der Architekten. Das Wohngefühl erinnert an einem Dorf am Land - einem Dorf in der Stadt. Viele der Bewohner wohnen seit Anbeginn (2001) hier.

Studentenwohnheim Gasometer

Im Gasometer B befindet sich ein modernes Studentenwohnheim mit rund 250 Studentenheimplätzen und einer breiten Palette an Einrichtungen. Im Haus einkaufen, in fünf Minuten auf dem Konzert in der Arena, in nur 30 Minuten in jeder Wiener Uni - was will man mehr!