Abkühlen des Gases
Abkühlen des Gases
Das mit rund 150-220 °C aus den Retorten bzw. Kammern abgesaugte Gas, das noch Beimengungen anderer Stoffe enthält, wird zunächst in den Wasserkühlern abgekühlt. Mit dieser Kühlung will man vermeiden, dass noch in dem Gas gehaltene Dämpfe sich an ungelegenen Stellen im Gasrohrnetz ablagern. Bei diesem Prozess werden Teer und Wasser aus dem Gas abgeschieden.
Früher sind anstelle der Wasserkühler auch Luftkühler zum Einsatz gekommen.
Luft- und Wasserkühler
Beim Luftkühler tritt das Gas über einen Seitenstutzen in das Rohrsystem auf- und absteigender eiserner Röhren ein, die auf einem mit Scheidewänden versehenen Untersatz angebracht sind und durch die freie Luft oder Wasser gekühlt werden. Das Gas durchströmt eine Röhre nach der anderen, während es Abkühlt und Teer sowie Wasser sich im Untersatz sammeln. Diese abgetrennten Stoffe werden in die Teerzisterne weitergeleitet. Als eines der Nebenprodukte wird hier so Naphtalin gewonnen.
Mohrsche Kühler
Der Mohrsche Kühler verbessert die Abkühlung durch Vergrößerung der kühlenden Flächen und durch eine zusätzliche Kühlung mithilfe eines inneren Rohres (E), das zusätzlich mit strömender Luft oder Wasser kühlt. Die Zickzackform dient zur Flächenvergrößerung.

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